logo3.gif (24002 Byte) BURKHARD STIEGLITZ
Vorsitzender der Bürgerinitiative
"Rettet die Schwebebahn!" e.V.
Krautsberg 5
42275 Wuppertal
Tel. 0202- 550998 Fax 558494
Wuppertal, 14.10.1999

An den
Wuppertaler Bürgermeister
Dr. Rolf Köster
c/o Rechtsanwaltssozietät
Frowein und Partner
Hofaue 95
42103 Wuppertal

 

Sehr geehrter Herr Dr. Köster!

Am 2. 10.1999 erhielten Sie von unserer Bürgerinitiative umfassendes Informationsmaterial über die sinnlose Zerstörung der Original-Schwebebahn.

Ich mache Sie nunmehr darauf aufmerksam, daß die Firma Lavis bereits angekündigt hat, daß sie die von ihr auszuführenden Gerüst-Abschnitte (ca. 80% der Strecke) nicht wie im Kostenanschlag vorgesehen für 202 Mio DM, sondern allenfalls für 350 Mio DM herstellen kann. Damit wären wir allein beim Gerüst nach dem Bau von 15 % der Strecke auf einem Kostenniveau, das sich der 500 Mio-Grenze nähert. Die Kosten für die neue Schwebebahn (einschließlich der neuen Fahrzeuge, Signalanlage, elektrischen Anlagen, Bahnhöfe, Fundamente etc.) dürfte dann das Doppelte der dem Land NRW angegebenen Bausumme betragen. Wie es schon von einem Ratsmitglied einmal formuliert wurde, sind damit nur die Hälfte der Baukosten finanziert.

Es wäre schön, wenn sich der neue Stadtrat des größten Bauprojekt dieser Stadt endlich mit der erforderlichen Sorgfalt und dem nötigen Ernst annehmen würde. Unsere Bürgerinitiative wird in Kürze Ihre Öffentlichkeitsarbeit in größerem Rahmen wieder aufnehmen. Wir werden die Medien über diesen in der deutschen Kommunalgeschichte einzigartigen Fall von Subventionsbetrug und skrupelloser Stadtzerstörung in Kürze national und international erneut alarmieren. Im Augenblick sind wir leider durch die laufenden Prozesse auf der juristischen Ebene gebunden.

Ich bitte um die Bestätigung beider Schreiben.

Mit freundlichem Gruß

 

Burkhard Stieglitz