Burkhard Stieglitz

 

 

Betrifft: Verwendung des Gasometers in Heckinghausen

 

Sehr geehrte Damen und Herren


!

Vielleicht können Sie Ihrer Leserschaft diesen Vorschlag zur Verwendung des Gasometers in Heckinghausen unterbreiten:

"Foucault’sches Pendel im Gasometer in Heckinghausen

Wenn man den Gasometer in Oberbarmen als markanten Punkt in Wuppertal erhalten will, muß, man ihn einer neuen attraktiven Nutzung zuführen. In Oberhausen hat man mit einem außer Betrieb gesetzten und noch erhaltenen Gasometer bereits gute Erfahrungen gesammelt. Hier finden Konzerte (wegen der besonderen Akustik), Ausstellungen, Theateraufführungen, Aufhängung von Groß-Transparenten an der Außenwand usw. statt. Im Innern führt ein gläserner Aufzug zu einer Aussichtsplattform.

Falls der Heckinghauser Gasometer unter Denkmalschutz gestellt würde, böten sich eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten an. Ich habe dem Oberbürgermeister und dem Denkmalausschuß zur Weiterleitung an die Bezirksvertretung den Vorschlag zur Nutzung der großen Gasometer-Halle unterbreitet. Vor 2 Jahren führte ich im Gasometer in Oberhausen den größten Foucault’schen Pendelversuch (80 Kg schwere Kugel und 99 Meter lange Aufhängung) der Welt durch, worüber - wie in der regionalen und überrregionalen Presse - auch im Guiness-Buch der Rekorde 1998 berichtet wurde. Mit diesem Versuch kann auch Laien ein direkter Nachweis der Erdrotation anschaulich gemacht werden. Das Pendel bleibt durch die Massenträgheit in seiner einmal angestoßenen Richtung, während sich die Erde darunter dreht. Bei einer derartigen Länge kann man, sofern man die Kugel nur weit genug pendeln läßt ( über 10 Meter) , schon nach dem ersten Pendelschlag die Abweichung auf einer Gradeinteilung sehen.

Das Foucault’sche Pendel erwies sich in vier Monaten als ein großer Publikumsmagnet. An Wochenenden kamen bis zu 10.000 Besucher pro Tag und das bei Eintrittspreisen von 5-10 DM.

Ein solcher Pendel-Versuch sollte im Rahmen einer Ausstellung zu sehen sein. Man könnte in Heckinghausen zum Beispiel eine regelmäßige Ausstellung wie etwa "Die Entdeckung des Kosmos" arrangieren, mit dem Pendel im Mittelpunkt. Wuppertal wäre um eine Attraktion reicher und zugleich hätten Schüler lebendigen und anschaulichen Unterricht in Physik.

Vielleicht könnte man auf dem Gasometer als weitere Attraktion eine Glaspyramide mit einem Cafe bauen und so die Ansicht des Gasometers gefälliger gestalten und vielleicht das Pendel noch verlängern? Ich würde der Stadt die 80-Kg-Kugel für die Aufhängung kostenlos zur Verfügung stellen und ebenso mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Leider hat bis heute von der Stadt noch niemand auf diesen Vorschlag reagiert. Denkanstöße kann aber diese Stadt sicher gebrauchen.

 

Mit freundlichem Gruß

 

 

Burkhard Stieglitz