logo3.gif (24002 Byte) BURKHARD STIEGLITZ
Vorsitzender der Bürgerinitiative
"Rettet die Schwebebahn!" e.V.
Krautsberg 5
42275 Wuppertal
Tel. 0202- 550998 Fax 558494
Wuppertal, 23.10.1997

An
Herrn Eicher
Redakteur beim Kölner Stadtanzeiger

50590 Köln

Betreff: Totalabriß der historischen Schwebebahn

Sehr geehrter Herr Eicher!

Für das Interesse Ihrer Zeitung am Schwebebahnprojekt danke ich Ihnen auch im Namen der Bürger unserer Stadt, die zur Zeit noch völlig ahnungslos sind über die Hintergründe dieses Projektes. Sicher gibt es in Köln auch einen Klöngel, wie es Herr und Frau Scheuch analysiert haben. Aber man bleibt sich doch in einem Punkt einig: Mr lasse der Dom in Kölle! Nicht einmal diese minimalste Pietät hinsichtlich des bedeutendsten Bauwerks der Stadt kann man beim Stadtrat von Wuppertal erkennen. Die Stadt ist nur noch Beute.

Ihre Recherchen werden sicher auch an den Punkt kommen, daß es sich bei dem Wuppertaler Milliardenprojekt nicht nur um einen kommunalpolitischen Skandal handelt. Die Sache könnte sehr bald zu einem landespolitischen Wuppergate für Ministerpräsident Rau eskalieren. Der heutige Innenminister und damalige Verkehrsminister Kniola ist jedenfalls tief in den Fall verstrickt, wie Sie dem beiliegenden Zeitungsartikel von 1991 entnehmen können.

Beiligend die von Ihnen gewünschten Presseberichte. Mittlerweile haben sich zwei namhafte ausländische Fernsehsender für das Problem interessiert /France 2 und BBC (war schon hier). Zwei schweizer Zeitungen werden in Kürze ausführlich berichten (Zürcher Tagesanzeiger und die Sonntagszeitung (landesweite Auflagen)). Falls Sie das beiliegende 100seitige Informationspaket bereits vorliegen haben, können Sie es bei Ihrem Besuch in Wuppertal wieder mitbringen.

Zu meiner Person: 1948 hier im Wuppertal geboren, Dipl. Volkswirt. Ich gehöre keiner Partei an. Die Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" (gegründet Januar 1997) ist überparteilich. Sie ist ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein.

Wir sind zwar zuversichtlich, den Abriß der Bahn von Anfang an verhindern zu können, stellen uns aber bereits jetzt darauf ein, auch bis zum letzten Bautag um den Erhalt der Bahn zu kämpfen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch hier im Tal!

Mit freundlichem Gruß

 

Burkhard Stieglitz