logo3.gif (24002 Byte) BURKHARD STIEGLITZ
Vorsitzender der Bürgerinitiative
"Rettet die Schwebebahn!" e.V.
Krautsberg 5
42275 Wuppertal
Tel. 0202- 550998 Fax 558494
Wuppertal,

27.03.1997

 

An den Herrn

Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal

Dr. Hans Kremendahl

Rathaus

Wuppertal-Barmen

 

Sehr geehrter Herr Dr. Kremendahl !

Besten Dank für die zügige Weiterleitung unserer Anfrage vom 3. März 1997 an die Stadtwerke und unseres Schreibens an Sie an die Fraktionen des Stadtrates!

Uns erreichen immer neue Hinweise, Anregungen und Fragen, die auch wir nicht beantworten können, die wir deshalb an Sie und den Rat der Stadt weitergeben. Es gibt auch Informationen, die wir nicht selbst prüfen können, die aber ein neues Licht auf das Abriß-Projekt "Neue Schwebebahn" werfen. Seit unserer letzten Anfrage vom 3. März sind auf diese Weise viele Fragezeichen hinzugekommen. Wir haben alles in 146 Fragen an den Rat der Stadt zusammengefaßt. 11 Fragen betreffen direkt die Ratspolitik..

Die meisten Fragen können vermutlich am besten von den Stadtwerken beantwortet werden. Ich nehme an, daß die Antworten auch für Ihre Entscheidungsfindung und den Rat der Stadt von Bedeutung sein könnten. Der Fragenkatalog enthält sowohl neue als auch die bereits gestellten Fragen. Wir haben die Unterlagen zur Firma stahlbau lavis offenbach GmbH mittlerweile vorliegen, soweit sie bei der IHK öffentlich zugänglich sind. Von besonderem Interesse dürften für Sie die Anfragen zur Auftragsvergabe sein.

Alle Mitglieder des Stadtrates erhalten den beiliegenden Brief und den Fragenkatalog von uns zugeleitet, da wir der Auffassung sind, daß die politische Verantwortung für den Abriß einer intakten Bahn beim Rat der Stadt liegt. Wir wären Ihnen allerdings sehr verbunden, wenn Sie den Katalog der Fragen auch an die Stadtwerke weiterleiten könnten. Ein zweites Exemplar hierfür liegt bei.

Darüber hinaus wird der Bundesminister der Finanzen über das Schwebebahnprojekt informiert und der Ministerpräsident des Landes NRW. Der Landes- und der Bundesrechnungshof erhalten ebenfalls einen Durchschlag unseres Schreibens. Wir leiten die Anfrage auch an die Presse weiter. Ausdrücklich möchte ich betonen, daß ich die Stadtwerke nicht anschreibe, da die Stadtwerke gegenüber den Bürgern nicht auskunftspflichtig sind. Ob Sie diese Anfrage an die Stadtwerke weiterleiten und selber auf einer Auskunft bestehen werden, bleibt selbstverständlich dem Rat der Stadt und Ihnen als dem für Wuppertal verantwortlichen Oberbürgermeister überlassen.

Ich hoffe, daß Sie die Fragen nicht als Kritik an Ihrer Arbeit ansehen, schließlich wurde das Projekt "Schwebebahnabriß und -neubau" unter Ihrer Vorgängerin eingeleitet. Betrachten Sie die Fragen als eine Anregung gemäß § 24 der Gemeindeordnung NRW. Vielleicht wird sich doch noch ein Ausschuß des Rates bilden, um daß gesamte Projekt einmal "auf Herz und Nieren" zu prüfen.

Wir sind mehr denn je sicher, daß eine Generalsanierung der Schwebebahn für unsere Stadt in jeder Hinsicht das Beste wäre und daß die Bahn einer sinnlosen Vergeudung von Haushaltsmitteln zum Opfer fällt, weil man für eine Renovierung angeblich kein Geld bekommt. Ist es wirklich ausgeschlossen, daß wir für eine Entrostung und einen Neuanstrich (was den Abriß der Bahnhöfe erübrigen würde) keine Zuschüsse von Bund und Land erhalten, auch wenn dies nur ein Drittel der Neubaukosten betragen würde.? Wie will man das vor den Wählern und Steuerzahlern verantworten? Das ist doch eine politische Entscheidung und kein Naturgesetz.

Mit freundlichem Gruß

 

 

Burkhard Stieglitz

Bürgerinitiative

"Rettet die Schwebebahn!"

 

 

 

In der Anlage: